Test – Dein eigenes Openair

Aug 07, 2013 Kommentare deaktiviert für Test – Dein eigenes Openair by

Die Open Air Saison neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Und manch einer sehnt sich nach diesen ereignisvollen Wochenenden zurück. Aber es gibt dafür eine Lösung. Es wird bevor der Winter wieder Einzug in unsere Gefilde hält, noch manchen schönen und warmen Tag geben.

Und hier kommt UE Boom ins Spiel. Dieses faszinierende Lautsprechersystem wurde von der Redaktion auf Herz und Nieren geprüft. Und auch wenn ich aus Qualitätsgründen kein grosser Anhänger der Bluetooth Musikübertragung bin, ist dies etwas vom Besten was ich von Lautsprechern mit Bluetooth gehört habe. Hier merkt man die Erfahrung der UE (Ultimate Ears) Entwickler. Seit 1995 arbeiten sie zusammen mit Musikern auf der ganzen Welt.

Angefangen hat Jerry Harvey mit der Entwicklung des Musiksystem als Ton-Ingenieur auf der Tour mit Van Halen. Der Schlagzeuger hatte damals Mühe bei ganzen Umgebungsgeräuschen die Bandmitglieder zu hören und die Monitore auf der Bühne noch lauter zu stellen war auch keine Lösung. So entwickelte Jerry Harvey ergonomisch geformte Kopfhörer mit Unterdrückung der nicht gewünschten Umgebungsgeräusche. Die Arbeit ua. mit Red Hot Chilli Peppers oder den Rolling Stones, fliesst in die heutigen Produkte ein.

ue boom

Wir, von der Redaktion haben, den nur 538g schweren Lautsprecher in den verschiedensten Situationen getestet. In Räumen oder draussen und dabei war uns keine Musik zu schade. Live Musik, Meditationsmusik, klasische Musik und Techno-Sound alles direkt von iPad mini. Wir haben die ganze Palette „On Air“ gebracht. Mit dem Ergebnis, dass wir immer wieder staunende Gesichter erblickten und mit Fragen überhäuft wurden. Natürlich genossen wir die volle Aufmerksamkeit der umstehenden Personen 🙂

Der weltweit erste akkubetriebene 360-Grad-Stereo-Lautsprecher liefert jungen und junggebliebenen, mobilen Menschen einen vollen und authentischen Sound in jeder Umgebung. das Design ist hervorragend und gegen Spritzwasser und sonstigen Verschmutzungen unempfindlich. Gemäss Hersteller lässt sich sogar Ketchup mit Wasser abwaschen (Anmerkung der Redaktion: diesen Test haben wir nicht durchgeführt dafür war uns das Gerät zu schade).

Du kannst dieses kleine Wunderding in sechs verschiedenen Farbvariationen überall mitnehmen und sogar mit einem zweiten UE Boom Lautsprecher koppeln. Damit deine Musik auch dann gehört wird, wenn dank des guten Sounds immer mehr Leute zu deiner Party kommen. Und deine Party kann dauern, denn der Lautsprecher hält bis zu 15 Stunden mit einer Akku-Ladung durch. Und wenn du bedenken hast ob genügend Saft in den Akkus hast, drückst du einfach den Minus und Plusknopf gleichzeitig und eine weiblich Stimme sagt dir wie der Akkustand in % ist.

Das koppeln eines zweiten UE Boom geschieht mit der für Apple und Android erhältliche Gratis-App. Dabei kannst du auswählen ob deine Musik verdoppelt werden soll, das heisst die Lautsprecher geben die Musik auf dem linken wie auf dem rechten Kanal wieder. Oder Du wählst die Option Stereo, dann wird die Musik auf links und recht „verteilt“ wie bei üblichen Stereolautsprechern.

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Da UE Boom sich bis zu 8 Geräte merkt, ist zusätzlich ein sogenannter Multi-Host-Modus möglich. das heisst der Lautsprecher kann sich mit zwei Bluetooth-Geräten gleichzeitig verbinden. In diesem Modus kannst du mit dem zweiten Gerät ebenfalls Musik wiedergeben. Dies geschieht in dem die erste Quelle angehalten wird und die zweite gestartet wird.

Aber Achtung, UE Boom hat ein duales Mikrofon und kann als Freisprecheinrichtung verwendet werden. Dies kann bedeuten du bekommst auf deinem iPhone mitten in der tollen Party einen Anruf. Der Lautsprecher merkt dies und schaltet die Musik ab und nimmt den Anruf entgegen, was unter Umständen zu peinlichen Momenten führen kann 🙂 Da alle umstehenden Personen das Gespräch mit verfolgen können. Aber ganz so schlimm, kommt es ja dann doch nicht, denn ich muss beim iPhone noch zuerst noch den Anruf auf den Lautsprecher nehmen und das Ausgabegerät auswählen, bevor mein privates Telefongespräch mitgehört werden kann. Allerdings ist die Musik solange unterbrochen.

Bluetooth ist nicht gleich Bluetooth

Grundsätzlich, wie eingangs Artikel erwähnt ist Bluetooth nicht unbedingt für wirklich hochwertigen Musikgenuss geeignet. Natürlich ist es praktisch und lässt sich durchaus meistens ohne Probleme miteinander verbinden. Leider unterstützen die Apple Produkte das neue Bluetooth aptX noch nicht. Dieses neue Format garantiert Musikgenuss in High End Qualität. Apple setzt auf seine AirPlay Technologie und auf marktüblichen Bluetooth. Und hier gibt es bereits bei den Produkten hörbare Unterschiede. Es ist nicht anders als bei herkömmlichen Lautsprechern auch. Hochwertige Materialien, Erfahrung mit gutem Sound und was die Techniker mit dem Eingangssignal machen sind auf Seite der Produkte entscheidend. das Eigangssignal sprich unsere Musik die wir letztendlich hören wollen, ist vom Tonträger abhängig. Kaufe ich eine schlecht produzierte CD, dann nützt der beste Lautsprecher nichts. Es fehlt an Dynamik und Klarheit. Die Musik wirkt „flach“.

Aber auch wenn die gekaufte Aufnahme und dein Soundsystem einen guten Sound versprechen, gibt es eine weitere Komponente, welche die Qualität der Hörgenusses schmälert. Dann nämlich wenn ich mit meinem Codieret wie MP3 eine zu tiefe Qualitätseinstellung wähle. Meine Empfehlung lautet, wenn es MP3 sein muss allermindestens 192 kBit/s, jedoch besser 320 kBit/s was jedoch nicht defaultmässig eingestellt ist, sondern unter Eigene… eingestellt werden kann. Im Moment sind 320 kBit/s das Maximum. da es sich bei MP3 immer auch meine Komprimierung der Musik handelt, können Musikfragmente verloren gehen. Von Experten habe ich mir dies wie folgt erklärt bekommen. „fehlt in der Musik gewisse Teile oder Fragmente, wird dies beim hören der Musik im Hirn wieder ergänzt. das heisst je mehr dass fehlt, desto mehr muss der Hörerin oder Hörer anstrengen um das fehlende auszugleichen. Dies Ermüdet.“ ich weiss das dies eine äusserst laienhafte Darstellung eines komplizierten Umstandes ist, jedoch so wesentlich verständlicher erscheint.

Also noch besser ich arbeite mit Apple Lossless-Codierer oder gar mit AIFF/WAV-Codierer. jedoch Achtung, je weniger komprimiert die Musik gespeichert wird desto mehr Daten sind vorhanden und brauchen auf deiner Festplatte auch dementsprechend auch Platz.

Für den fest mit den verschiedenen Formaten habe ich mir wenige Musikstücke zusammengestellt die ich als Referenz brauche.

Das erste Musikstück ist von Res Margot und heistst Im Turbinensaal.

Der Musiker spielt ein Alphorn in einer alten Brauerei mit gefliesten Wänden. Ich achte ganz im speziellen darauf wieviel Nachhall der Ton des Alphorns hat. Sehr gut zu hören ist dies weil Res Margot den Ton im Raum nachhallen lässt bevor er den nächsten spielt. hast du das Gefühl die Pausen zwischen den Tönen sei zu lange, dann gibt dein Soundsystem nicht alles wieder. Weiter hat das Alphorn eine wunderbare Dynamik. Lautsprecher dürfen auch bei 50% der Lautstärke nicht anfangen zu klirren, sondern müssen den Ton auch bei voller Lautstärke klar wiedergeben können.

Das zweite Musikstück ist von Mike Batt aus dem Album Shizophonia

Im Stück Berber’s Prager vereint der Künstler Klassische-, Rock- und Arabische Musik miteinander. Die Musik spannt eine grossen Bogen zu feinen Klängen der Violinen bis hin zu den bombastischen Pauken und elektrischen Gitarren. Als dies muss ein gutes System wiedergeben können ohne die einzelnen Musikinstrumente zu unterschlagen.

Da Musik mehr sagt als Worte hier der Link, das zweite Stück ist Berbers Prayer

Das dritte Musikstück heisst Enchanted Rock von Andreas Vollendender aus dem Album VOX

Spannend für den Test ist es vor allem weil es mit einzelnen Rhythmus Elementen beginnt und dann zu einem opulenten Stück mit Gesang und Musik wechselt. Man sieht sich auf einem alten Segelschiff mit singenden Seeleuten und sphärischen Klängen konfrontiert. Danach wechselt die Musik wieder zu Gesang und einzelnen Bläser Elementen. All dies muss deutlich zu hören sein.

Die Test haben gezeigt, dass es sich lohnt die Musik auf einem qualitativ möglichst verlustfreiem Level zu speichern. Im subjektivem Hörtest hat es sich gezeigt, dass es trotz der Einschränkungen von Bluetooth, einen hörbaren Unterschied gibt. Noch entscheidender ist was ich mit dem ganzen Körper von der Musik wahrnehme. Die Musik mit Apple Lossless oder AIFF abgespeichert, transportiert wesentlich mehr an Stimmungen und Informationen. Zu spüren ist dies bei der Wiedergabe, Beispielsweise auf der Haut. Wen sich meine Härchen aufstellen oder wenn ich Gänsehaut bekomme. Musik ist weit mehr als Töne mit dem Ohr wahrnehmen, dies beweist zum Beispiel die Schlagzeugerin Evellyn Glennie. Sie verlor im Lauf des Lebens ihre Hörfähigkeit und wechselte von Klavier zu Schlagzeug. Im Dokumentarfilm „Touch the Sound“ wird gezeigt dass Mann und Frau die Musik auch spüren kann. Sucht bei Youtube nach Konzertausschnitten und versucht nicht nur die Musik zu hören sondern auch zu fühlen. Hier die offizielle Homepage von Evellyn Glennie. http://www.evelyn.co.uk/

Fazit

Diese Box bietet für das Geld viel Qualität in Sachen Musik, eine cooles Design und ein robustes Outdoor geeignetes Gehäuse welche auch bei unvorsichtigem behandeln nicht schlappmacht. Viele Personen äusserten sich begeistert mit einem „muss ich haben“ Effekt. Unsere Empfehlung wenn ein Lautsprecher System mit Bluetooth, dann diese. Dazu kann die UE Boom entweder auf ein Stativ anbringen oder aufhängen. Und es 3.5 mm Eingangsbuchse für die Übertragung der Musik via Kabel. Das ganze ist definitiv ein cooles Lifestylprodukt und überzeugt auch mit guter Akkuleistung. Der Verzicht auf normale Batterien ist aus Umweltschutzgründen löblich. Ultimate Ears ist eine Marke von Logitech. Überhaupt scheint Logitech sich auf wieder auf alte Werte zu erinnern und auch die neuen Eigenschaften hervorragend zu integrieren. Qualität und Lifestyle werden Logitech wieder zu alten Stärke verhelfen.

Preise und Verfügbarkeit

UE BOOM von Ultimate Ears ist in der Schweiz bei Manor sowie in Apple Stores zum empfohlenen Verkaufspreis von CHF 249.00 erhältlich. Zudem kann UE BOOM im Apple Online-Shop www.store.apple.com/ch-de sowie über www.ultimateears.com bestellt werden.

 

Test – Dein eigenes Openair
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audio, hardware, iPad, iPad mobile, iPhone, iPhone mobile, iPod, iPod mobile

About the author

Seit bald 30 Jahren mit dem Mac unterwegs und bald 20 Jahre als Fachjournalist tätig. Hobbys sind neben Skifahren und afrikanischem Tanz, Fotografieren (www.die-andere-schweiz.ch) und Computerspiele (www.game-fokus.ch). Musik, Comics, gutes essen, spannende Gespräche mit Menschen. Meistens gehe ich neugierig und offen durch die Welt.
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