Test – Ein zentraler roter Büffel bietet Sicherheit

Sep 29, 2013 Kommentare deaktiviert für Test – Ein zentraler roter Büffel bietet Sicherheit by

In der heutigen Zeit und mit mehreren Computer im gleichen Netzwerk, explodiert der Festplattenbedarf, hinsichtlich der Mediendaten. Alle Familienmitglieder wollen Fotos, Filme und Musik speichern. Das geht solange gut bis die Festplatte des jeweiligen Mac’s voll ist oder was zwar selten aber vorkommen kann, die Harddisk einen Defekt erleidet. Dann sind im schlimmsten Fall die Daten verloren.

Dagegen gibt es ein Mittel. Ähnlich wie TimeCapsule von Apple funktioniert die LinkStation 420 von Buffalo. Konfiguriert und mit einem Ethernet Kabel mit dem Netzwerk verbunden, können zuverlässig mit TimeMachine, mehrere Backup auf den zentralen Speicher gesichert werden. Aber die LinkStation kann noch mehr. Sie verwaltet die zentrale iTunes Mediendatenbank ebenso wie auch die persönlichen Dokumente. Im Gegensatz zu TimeCapsule von Apple stellt dies Lösung die Daten auch in einer privaten Cloud zur Verfügung.

Dieses schlanke elegante Laufwerk, lässt sich hervorragend in die Wohnumgebung integrieren, am besten an einem Ort welche etwas abseits von den üblichen Ausgabe Medien wie Lautsprecher Fernseher usw… ist.

Dies ist auch einer der wenigen Kritikpunkte. So leise wie der Prospekt uns glauben machen will, ist das Laufwerk nun auch wieder nicht. Am besten stellt man die LinkStation auf eine massive Fläche, nicht das auch noch Vibrationsgeräusche entstehen. Das ist aber jammern auf relativ hohem Niveau. Die Geräuschkulisse ist wirklich im Vergleich zu früheren Medienharddisk wesentlich reduziert worden. Dennoch für ein feines Ohr ist das leise Surren der Lüftung störend.

Hingegen hält die im Produkteblatt erwähnte neue webbasierende Oberfläche wirklich die intuitive Nutzung für den Benutzer oder Benutzerin bereit. Ich habe dazu im Vergleich die ältere Version 2 herangezogen. Als Beispiel die beiden Startscreens.

Konfigurationsfenster 3-2

Hier die Oberfläche der 3.0 Version, unten im Vergleich das Fenster der Version 2.0.

Konfigurationsfenster 2_1

Die ältere Version setzt einiges an Wissen voraus wie man unschwer an der obigen Abbildung erkennen kann. Die neue Version erleichtert die Konfiguration erheblich, auch wenn Kenntnisse über Netzwerke sicher von Vorteil ist. Von der Startseite der neuen Version 3, kann der Benutzer oder die Benutzerin über Schnell-Links und Umschalttasten auf häufig verwendete Funktionen und Erläuterungen. Geht dennoch etwas schief oder man steht vor einem nicht lösbarem Problem, so hilft einer kompetenter freundlicher Support in Deutsch zu Verfügung.

Hier der Durchlauf der Grundinstallation in Bildern.

Start installation-1

Das Startfenster für die Installation des NASnavigator2. Der wird für die Verwaltung der verschiedenen Laufwerke gebraucht.

NASnavigator 2-1

 

Dann der Vorgang für den WebAccess.

install 1-1

 

Zuerst muss ich das Paswort ändern, was heute eine Standardprozedur ist. Nachdem ich in den Grundeinstellungen
alles eingerichtet habe, was selbsterklärend ist,  geht es  um das Einrichten der Zugriffsberechtigungen.

install 2-1

 

Zuerst gilt es den Zielordner zu definieren und welche User darauf Zugriff haben. Dann kann ich
für den WebAcess den entsprechenden Ordner definieren, wie im oberen Fenster angedeutet.

Jetzt kommt ein wichtiger Schritt, über den ich zuerst gestolpert bin. Die Definition für den WebAcess braucht
den Zielordner und einen Schlüssel. Dieser lässt sich durch den Button „Zufallsgenerierung“ erstellen.

Install 3-1

 

 

Die eigene Cloud

Wenn alles geklappt hat dann kann ich via WebBrowser „www.buffaloNAS.com/meinordner“
die Webfreigabe aufrufen. Dazu braucht es dann den definierten Usernamen und das Passwort.

install 4-1

 

Und schon habe ich meine eigene Cloud. Nun ganz 100% privat ist es dennoch nicht, denn ich basiere
natürlich auf einem Zugangspunkt von Buffalo. Jedoch habe ich meine Daten nicht bei der Firma, sondern
auf meiner eigenen Harddisk, welche unter meiner Verwaltung steht. Und somit eine zu 99% tige Privatsphäre garantiert.
So lassen sich die benötigten Dateien auf den jeweiligen Rechner herunterladen, bearbeiten und wieder speichern.

Das geht auch sehr gut mit dem iPad oder iPhone. Dazu brauch ich das App von Buffalo Namens WebAcess i, welches gratis im iTunes Store erhältlich ist.

Auf dem mobilen Device sieht dann das so aus:

IMG_0001  IMG_0002  IMG_0003

Im ersten Fenster habe ich die Grundfunktionen, im zweiten dann das entsprechende NAS-Laufwerk. Dieses Laufwerk ausgewählt sehe ich dann die freigegeben Ordner.
Und kann auch hier die gewünschten Dateien herunterladen, bearbeiten und wieder hochladen.

Eine Einschränkung habe ich beim iOS 7 bemerkt, denn die App stürzt bei der Auswahl des NAS-Laufwerkes einfach ab. Nach mehreren Versuchen gelingt die Verbindung,
jedoch erscheint irgendein Fantasie-Laufwerk. Da muss auf das Update der App gewartet werden, also Vorsicht im produktiven Prozessen.

Technische Details

Die LinkStation ist mit CPU’s von Marvell ARMADA bestückt und ermöglicht Übertragungsraten bis zu 100MB/s. Das Laufwerk hat 2 Einschubschächte welche mit 2 Harddisk mit Kapazitäten bis zu 2 8TB bestückt werden können. Wahlweise kann das NAS (Netzwerkspeicherlösung) mit Raid 0 oder 1 betrieben werden. Als Verbindung zum Netzwerk dient ein Ethernet Kabel. Zusätzlich gibt es noch einen USB 2.0 Anschluss. Hier wäre die USB 3 Version sicher angesagt gewesen.

Raid Level 0 oder Raid Level 1

Raid 0 wird nur für die Leistungsoptimierung gebraucht und beinhaltet Risiken eines Datenverlustes beim Ausfall einer Festplatte. Bei Raid Level 0 werden zwei oder mehr Festplatten zu einem logischen Laufwerk zusammengeschaltet. Dies beschleunigt die Schreibe- und Lesevorgänge, hat aber den Nachteil wenn eine Festplatte defekt ist die Daten nicht mehr hergestellt werden können. Eine schöne Beschreibung wie es funktioniert findet ihr hier.
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/com/1312051.htm

Raid Level 1 spiegelt die beiden Festplatten, dass heisst, hat eine Festplatte einen Defekt, hat man alle Daten noch auf der anderen. Allerdings ist es die etwas teurere Lösung, denn man braucht die doppelte Festplatten – Kapazität wie der eigene Datenbestand. Genauer beschrieben unter diesem Link:
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/com/1312061.htm

Grundsätzlich sind heute bei grösseren Speicherlösungen höhere Raid Level Standard, für den privaten Gebrauch reicht der Raid 1 Level, auch darum weil die Festplatten heute so günstig sind wie nie. Aus meiner Sicht macht für den „Hausgebrauch“ das Raid Level 0 keinen sind und vermittelt trügerische Sicherheit.

Fazit

Das NAS-Laufwerk von Buffalo ist eine komfortable Cloud Lösung für den privaten Gebrauch. Etwas Grundwissen ist allerdings Voraussetzung.
Trotz der Spiegelung auf die zweite Festplatte ist die LinkStaion nicht als Archivspeicherplatz gedacht, sondern als reduntantes Arbeitslaufwerk.

Test – Ein zentraler roter Büffel bietet Sicherheit
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About the author

Seit bald 30 Jahren mit dem Mac unterwegs und bald 20 Jahre als Fachjournalist tätig. Hobbys sind neben Skifahren und afrikanischem Tanz, Fotografieren (www.die-andere-schweiz.ch) und Computerspiele (www.game-fokus.ch). Musik, Comics, gutes essen, spannende Gespräche mit Menschen. Meistens gehe ich neugierig und offen durch die Welt.
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