iMac und iPad Pro im Fokus der Architektur

Dez 08, 2015 Kommentare deaktiviert für iMac und iPad Pro im Fokus der Architektur by

Zum Test stand mir der iMac mit dem 5k Retina Display und das iPad pro zur Verfügung.

Es ist wohl unbestritten, dass im Bezug auf Design die beiden Geräte, für Leute mit einem  Gefühl der Ästhetik wie geschaffen sind. Zugegeben es gibt einzelne Personen im Architekturbereich wo dieses Gefühl gänzlich fehlt.

Nun stellt sich die Frage, ob neben der Ästhetik, die Programmvielfalt und Geschwindigkeit ausreichend ist. Für den iMac gibt es neben einigen 2D- und 3D-Programme im Lowend Bereich, vor allem die beiden Softwarepakete welche für die Schweizer Anforderungen ergänzt sind. Beide ArchiCAD wie Vektorworks entsprechen den SIA Vorgaben für das Zeichnen der Pläne. Nur als Beispiel die hochgestellten Millimeter Zahlen oder die Schraffur vorgaben. Dies erspart einiges an Vorbereitungsarbeiten, was sich aber auch wieder im Preis niederschlägt.

Als wieder „neuer“ Player auf dem CAD Markt, ist AutoCAD der Firma Autodesk wieder auf dem Mac. Es ist das dritte Mal das es eine Version für den Mac gab. Ich mag mich noch gut an die Version 6 und 10 erinnern. Leider liess die Firma Autodesk die Mac User im Regen stehen. Diesmal scheint es anders und durchaus interessant weil neben dem CAD-Programm Autodesk auch ein Version für den iPad Pro auf dem Markt hat, mit welcher ich auch zeichnen kann. Das macht die Arbeit mit einer Fixstation und einem mobilem Gerät interessant.

Der iMac im Büro Test

Mein Testgerät hat folgende Eckdaten:

  • einen 27“ 5K Retina Display
  • Core i5 Chip mit 3.2 GHz getaktet
  • 8 GB Arbeitsspeicher
  • 1 TB Fusion Harddisk
  • und eine AMD Radeon R9 M390 Grafikkarte mit 2GB Speicher

Damit habe ich einen normalen iMac im Test, welcher vielerorts im Einsatz stehen wird. In dieser Konfiguration kostet mich der edle iMac 2279.00 CHF. Eigentlich nicht wirklich teuer, wenn man bedenkt dass 5K 27“ Display alleine zwischen 1400.— und 1600.—CHF kosten.

Das starten und aufsetzen des iMacs geht gewohnt einfach und ist in wenigen Minuten erledigt. Wie schon beim Test anfangs dieses Jahres (nachzulesen unter diesem Link: http://maclifestyle.ch/?p=2115) beindruckt der Display mit seiner brillanten Farbenpracht und dem satten Schwarz. Mittlerweile sind die CAD Programme für das Display und für das neue Betriebssystem optimiert worden oder bringen den entsprechenden El Capitan Patch noch diese Tage.

Die Geschwindigkeit ist dank des höher getakteten Prozessors auch schneller als der Vorgänger und alle gestellten Aufgaben löst der neue iMac ohne „zu klagen“ oder mit Wartezeiten.

Besonderes Augenmerk habe ich hingegen auf die Harddisk gelegt. Das Fusion Drive verleiht dem iMac gehörigen Schub. In unserem Architekturbüro haben wir einen älteren iMac mit Fusionsdrive. Trotz seinen Alters sticht dieser punkto Geschwindigkeit viele neue Geräte ohne Fusion Drive aus. Ich habe dazu je einen Geschwindigkeits Test mit und ohne Fusion Drive gemacht.

Hier der Speedest mit dem neuen iMac und Fusion Drive

Bildschirmfoto 2015-11-08 um 11.57.12

 

Und hier von einem vergleichbaren Mac ohne Fusion Drive

Bildschirmfoto 2015-11-08 um 11.34.17

 

Die Geschwindigkeitsunterschiede sind markant. Da in einem Architekturbüro aber auch grafische Betriebe oft mit verschiedenen Dateien und Programmen gleichzeitig  gearbeitet wird , fallen häufige Zugriffe auf die Festplatte ins Gewicht. So kann ich nur empfehlen einen neuen iMac mit Fusion Drive anzuschaffen.

 

Willkommen zurück Autodesk. Ich habe jahrelang mit AutoCAD in den Versionen 9 bis 12 gearbeitet. Allerdings auf Windows-Cad Maschinen. Ich habe mich damals über die Version 10 für Mac gefreut und ebenso geärgert als die Mac Version sang und klanglos wieder eingestellt wurde.

Viele  Architekturbüros arbeiten heute mit Vectorworks oder ArchiCAD und wechseln selten ihre CAD-Software. Der Grund ist relativ simpel. CAD-Software ist in der Anschaffung sehr kostenintensiv. Allerdings wartet Autodesk mit Ihrer Version für das iPad Pro und der Macintosh AutoCAD Version mit einer wichtigen Funktion auf. Ich kann auf der Baustelle oder dem umzubauenden Objekt den Plan auf das iPad laden und direkt vor Ort meine Korrekturen anbringen. Im Büro angekommen synchronisiere ich die beiden Geräte via Cloud. Eilt es wirklich so kann ich Internetzugang vorausgesetzt den Plan meinem Arbeitskollegen senden. Dieser öffnet das .dwg File dann ohne Probleme und lässt seinerseits die letzten Änderungen von der Besprechung mit dem Auftraggeber einfliessen.

Hier ein Musterplan vom iPad Pro

Grundriss-iPad-Autocad

und hier die Grundlage für das weiterbearbeiten mit Ansicht aufs Dach

Grundriss Autocad iMac

So lässt sich ohne „Medienbrüche“ arbeiten. Hier wird eine Vision wahr, welche ich bereits vor 15 Jahren mit vielen Leuten bereist diskutiert hatte. Daten einmal erfassen und überall mitnehmen und ergänzen. Bis dies allerdings im Alltag eines Architekturbüros integriert sein wird, vergehen noch ein paar Monate.

 

Dann stehe ich mit dem .dwg Format vielleicht an. Jedoch auch da kann Abhilfe geschafft werden. Für die iPad Familie gibt es ein Programm Namens MagicPlan. Damit lässt sich das Objekt mit der Kamera des iPads aufnehmen und setzt dies in einem Plan um.

So sieht es aus wenn ich anfange zu digitalisieren.

Aufnahme-iPad-MagicPlan

Und dies als Beispiel ein Raum welcher aufgenommen wurde.

Grundriss-iPad-MagicPlan

 

Es braucht einige Übung  bis alles klappt und zum stimmen kommt.  Habe ich dann ein Geschoss aufgenommen kann ich den Grundriss zum Beispiel als DXF File exportieren. Die Firma Sensopia verfolgt jedoch ein anderes Verrechnungsmodell. Die Software erhalte ich kostenlos, muss aber für den Export der Pläne bezahlen. Etwas ungewohnt für mich, jedoch wenn ich für einen Monat unbegrenzt Zugriff habe und dies für 10.—CHF lohnt es sich. Vor allem wenn ich Übung habe und die Aufnahmen dann gut vonstatten gehen.

Das iPad Pro beschreibe ich im nächsten Artikel.

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About the author

Seit bald 30 Jahren mit dem Mac unterwegs und bald 20 Jahre als Fachjournalist tätig. Hobbys sind neben Skifahren und afrikanischem Tanz, Fotografieren (www.die-andere-schweiz.ch) und Computerspiele (www.game-fokus.ch). Musik, Comics, gutes essen, spannende Gespräche mit Menschen. Meistens gehe ich neugierig und offen durch die Welt.
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