iPhone 7 – ein Erfahrungsbericht

Okt 15, 2016 Kommentare deaktiviert für iPhone 7 – ein Erfahrungsbericht by

Design und Verarbeitung

Habt ihr schon ein iPhone 7? Vielleicht teilt ihr meine erste Einschätzung ebenso. Das erste, was ich bemerkte als ich das neue iPhone in die Finger nahm, war dass es sich anders anfühlt. Die Haptik wirkt anders, es liegt sehr angenehm in der Hand, es fühlt sich „geschmeidiger“ an. Versucht es einfach mal, schliesst die Augen und lasst eure Hände fühlen. Noch nie hat für mich ein Stück Technik sich so angenehm angefühlt. Bis auf die hervorstehenden

Und auch mit geöffneten Augen präsentiert sich das neue iPhone in absoluter Präzision. Nirgends hat es einen Überstand zu den verschiedenen Bauteilen. Die Antennen sind neu am oberen und unteren Quer Rand positioniert . Bei den Kunstoffteilen für die Antennen gibt es verschiedene Farben: schwarz grau und weiss. Bei den Modellen Diamantschwarz und Schwarz verschwindet optisch der Kunstoff , beim Modell Silber ist es nur etwas sichtbar. Bei den beiden Modellen Gold und Rosegold ist der Kunstoff in weiss und gut sichtbar. Passt jedoch gut zu der weissen Frontseite.

iphone7plus-lineup

In Gesprächen mit Personen, welche das neue iPhone bereits besitzen, merkten einige an, dass sie sich die Antennen Einsäte im gleichen Farbton wünschen. Aber sonst äusserten sich die Befragten durchwegs positiv.

Die Antenneneinsätzen erinnern mich an hochwertiger Intarsien Arbeit. Bei Intarsie (inatarsiare=einlegen) handelt sich um eine hochstehende und präzise Einlegearbeit mit Holz. Gemäss Wikipedia nennt man eine Einlegearbeit mit Metallen „Tauschierung“.

Lieferumfang

Das weglassen der Buchse für den Klinkerstecker (Kopfhörer) gab im Vorfeld einiges zu diskutieren. Im Lieferumfang ist nebst dem USB Power Adapter, dem Kabel und den Kopfhörer mit Lightning-Anschluss auch noch ein Adapter für Lightning auf 3.5 mm Kopfhöreranschluss dabei. Schade finde ich, dass für die Kopfhörer auf die Aufbewahrungsbox aus Plastik verzichtet wurde. Die Kopfhörer und Adapter sind  mit Karton verpackt. So muss ich mich extra noch um eine Aufbewahrungsmöglichkeit bemühen. Die Speicherkapazität mit bis zu 256 GB sollte auch bei intensiven fotografieren praktisch ausreichend sein, vor allem wenn man, wie ich den iTunes Streaming Dienst benutzt. Das spart Platz und ich habe spontan Musik dabei ohne sie von der CD zu importieren.

Musik

Das Weglassen des herkömmlichen Kopfhöreranschluss finde ich in Ordnung. Dafür bekomme ich ein Telefon, welches nicht den Geist aufgibt, wenn es versehentlich mit Wasser in Berührung kommt. Als Referenz – Kopfhörer dient mir der Audeze SINE, welchen ich vor kurzem einen Testbericht veröffentlich habe. Die von Apple mitgelieferten Kopfhörer vermögen die Musik gut wiederzugeben. Als Test diente wieder das Alphorn Stück von Res Margot. Hier lässt sich genau heraushören wie gut ein Kopfhörer ist, da der Nachhall eines Tones bis zum nächsten gespielten Ton fast übergangslos sein sollte. Die In-Ear Kopfhörer vermögen jedoch nicht ganz mit dem Referenz-Kopfhörer mitzuhalten. Ich würde diese jedoch im oberen Mittelbereich ansiedeln. Leider sind meine Gehörgänge zu klein als die Kopfhörer sicher sitzen würden. Deshalb weiche ich auf die grossen Kopfhörer aus oder In-Ear Kopfhörer mit zusätzlichem Bügel, welche ein herausfallen verhindern. Es gibt für mich nichts mühsameres, als dauernd die Kopfhörer wieder ins Ohr zu drücken.

Das Argument das iPhone nicht laden zu können, wenn ich gleichzeitig den Kopfhörer einsetze, finde ich bedingt richtig. Grundsätzlich brauche ich die Kopfhörer unterwegs und dabei lade ich das iPhone ja nicht gleichzeitig. Für Zuhause habe ich dann meistens die UE Boom-Box, welche mittels Bluetooth angesteuert wird. Falls der Umstand eintrifft, gleichzeitig laden zu müssen und den Kopfhörer einzusetzen, gibt es eine Lösung.  Mit dem iPhone Lightning Dock kannst du dein iPhone  laden, synchronisieren und Musik hören. Wahlweise via Lightning Anschluss oder über den herkömmlichen Anschluss. Das Dock gibt in passender Farbe zu deinem iPhone.

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Grafik und haptische Rückmeldung

Am besten versucht ihr die beiden Möglichkeiten mit einem Spiel. Als Beispiel Oz: Broken Kingdom. Echtzeit-Reflektionen, Schatten und Wetter-Effekte waren bisher nicht möglich. Mit der Einführung des iPhone 7wird breite Farbskala auf der Retina HD Displaygenutzt. Mit dem brandneuen A10 Fusion-Chip werden wirklich atemberaubende Umgebungen und visuelle Effekte ermöglicht.

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Und durch die Öffnung der Taptic Engine von Apple für Third Party-Entwickler, werden haptischer Rückmeldungen gesendet, welche noch mehr sinnliche Erfahrung ermöglichen. Dies bedeutet das iPhone sendet Vibrationen aus, wenn etwas neben mir explodiert usw…

3D Touch

Es ist erstaunlich, wie wenig die Leute diese Möglichkeiten nutzen. Das ganze Spektrum an Möglichkeiten zeigt die Musik App Noise auf. Diese verwandelt das iPhone in eine unglaublich ausdrucksstarkes Musikinstrument, das zudem in deine Westentasche passt.  Die Software stammt von der Firma Roli, welches auch das Original „Keyboard“ Namens Seaboard herstellt. Wie beim richtigen Seaboard verändert der unterschiedliche Druck auch die Töne. www.roli.com

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Fazit

Das iPhone 7 bietet Möglichkeiten welche bis anhin für ein „Telefon“ nicht denkbar waren. Mir gefällt die nahtlose (seamless) Verarbeitung und die Geschwindigkeit mit welchem die anstehenden Aufgaben erledigt werden sowie die Haptik des iPhones.

In nächster Zeit werde ich Testberichte veröffentlichen, wie zum Beispiel mit der App Home Produkte von Elgato integriert werden können oder wie in der Gesundheitsapp Medisana Produkte wie Waage oder Blutdruckmessgerät zusammenarbeiten. Somit: Fortsetzung folgt.

 

iPhone 7 – ein Erfahrungsbericht
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About the author

Seit bald 30 Jahren mit dem Mac unterwegs und bald 20 Jahre als Fachjournalist tätig. Hobbys sind neben Skifahren und afrikanischem Tanz, Fotografieren (www.die-andere-schweiz.ch) und Computerspiele (www.game-fokus.ch). Musik, Comics, gutes essen, spannende Gespräche mit Menschen. Meistens gehe ich neugierig und offen durch die Welt.
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