Test-Time Capsule

Mai 22, 2008 Kommentare deaktiviert für Test-Time Capsule by

Oder noch genauer: Time Capsule arbeitet perfekt mit Time Machine zusammen, um alle Daten auf Macs zu sichern. Verloren gegangene Dateien sind einfach in einer Zeitleiste angezeigte Backupstände wieder zu finden oder sogar eine komplette Software wiederherzustellen. Für den Fall, dass eine Datei verloren gegangen ist, können Anwender oder Anwenderinnen per WLAN „in der Zeit zurückgehen“, um gelöschte Dateien, Programme, Fotos und andere Medieninhalte aufzuspüren und sie sofort aus dem Time Machine Backup zu rekonstruieren.


Screenshot Time Machine

Falls es jemals nötig werden sollte, kann Leopard auch ein komplettes System einfach aus dem Time Machine Backup wiederherstellen.

Die netzwerktaugliche Harddisk besticht natürlich durch das kompromisslose Apple Design, welches man mit dem bekannten Spruch „Reduce to the Max“ umschreiben kann. Die Anschlüsse sind auf der Rückseite zu finden und bestehen aus:


▪     drei Gigabit LAN-Ports;
▪     einen Gigabit Ethernet WAN Port;
▪     ein USB 2.0-Port;

Der Grundgedanke besteht darin, möglichst alles auf Wireless auszurichten, was natürlich den Besitzern und Besitzerinnen eines MacBook Air und den restlichen Wireless Lösungen sehr entgegen kommt. Das erste was nach dem auspacken und Inbetriebnahme auffällt ist, wie leise Apples Lösung ist. Genau so was brauch ich! Schön anzusehen und im Betrieb so leise dass ich manchmal kontrollierte ob überhaupt Strom fliesst. Da können sich einige Konkurrenzprodukte eine dicke Scheibe abschneiden. Ich habe zwei andere Produkte als Netzharddisk, diese jedoch aus Lärmgründen immer abgeschaltet, ausser ich brauche Daten. Das kann der Sinn wohl auch nicht sein.

Time Capsule ist nicht nur eine Backup-Lösung, sondern auch eine vollständige WLAN Basisstation, die über die 802.11n-Technologie verfügt. Die aktuelle Technologie ist bis zu fünfmal schneller und besitzt die doppelte Reichweite von 802.11g und ist aktuell in jedem iMac und der gesamten Notebook-Modellreihe vom MacBook, MacBook Pro bis hin zum neuen MacBook Air eingebaut. Zudem kann ich drahtlos auf einem USB-Drucker ausdrucken oder ein WLAN-Netzwerk für bis zu 50 AnwenderInnen aufsetzen. Zu den Sicherheitsvorkehrungen gehören beispielsweise die Internet-Zugangszeiten für die Computer der Kinder zu begrenzen.

Zu den weiteren Sicherheits-Features gehören:

▪     WPA/WPA-2, 128-bit WEP Verschlüsselung; sowie
▪     eine integrierte NAT-Firewall, die NAT-PMP für Features wie „Zurück zu meinem Mac“ unterstützt.

Sonst gibt es nicht mehr viel zu erzählen, denn Time Capsule funktioniert einfach. Die Harddisk ist bereits vorformatiert und betriebsbereit. Einzig die Airport Komponente muss ich mit dem Assistenten konfigurieren. Was aber kinderleicht ist. Ich werde Schritt für Schritt zu einer erfolgreichen Inbetriebnahme geführt.

Ein gewisses Grundwissen über die im Haus eingesetzten Komponenten brauche ich dennoch. So ist es ratsam, sicher zu sein ob mein Internet Zugang, sprich Router die DHCP Nummern verteilt oder nicht. Zwei Orte welche die nötigen IP-Nummern verteilen führen zu massiven Konflikten im Netzwerk. Das ist einer der wenigen Stolpersteine bei der Installation. Wenn nun bereits ein Server die Nummern verteilt muss die Airport Station auf Bridge geschaltet werden. Siehe Screenshot:

Sind nun alle Einstellungen richtig, steht dem kabellosen surfen auf jeder erdenklicher Weise nichts mehr im Wege. Ob die dauernde Berieselung mit solchen mit Funksignalen der Gesundheit nun zuträglich ist oder nicht, darüber streiten sich die Fachleute immer noch. Studien und Gegenstudien beweisen die Fakten oder das Gegenteil.
Sicherlich wahr ist das es zu solchen Immissionen kommen kann. Bevor man aber nun die ganze Technologie verdammt, sollte Mann oder Frau sich überlegen, ob es nicht noch andere Störfaktoren gibt welche schlimmer sind. Als Beispiel, der Fernseher im Schlafzimmer, das Natel neben dem Kopf als Wecker dient oder einen Radiowecker.
An einem Vortrag, bei welchem es genau um diese Funktechnologie ging, wurde mit Zahlen belegt dass die Immissionen mit flächendeckendem Funk geringer waren als andere Lösungen. Und dies erst noch in einem Spital. Dennoch die Materie ist sehr komplex und ich werde zu einem späteren Zeitpunkt vertiefter auf dieses Thema eingehen. So wie es zum heutigen Zeitpunkt scheint, kann diese Technologie sicherlich eingesetzt werden.

Nun alles in Butter?

Sicher?
Natürlich Time Machine macht alles vollautomatisch und dies erst noch mit mehreren Mac’s. Zuverlässig, unauffällig, so gut dass du vergisst dass ein Backup im Hintergrund läuft. Selbst wenn du dein Mac während einer Datensicherung ausschaltest oder in den Ruhezustand versetzt wird, unterbricht Time Machine die Datensicherung, setzt sie aber fort, sobald der Mac wieder in Betrieb ist.

Jetzt kommt mein ABER!
Nehmt mal an Ihr habt eine Time Capsule Lösung mit 500GB Speicherkapazität. Und vier Mac mit je 250 GB  Festplattenkapazität. Alle arbeiten mit ihrer Musik, YouTube Clips, iMovie und Fotos. Da sind die Speicherkapazitäten der Mac Harddisk bald erschöpft. Es lohnt sich deshalb im Vorfeld ein bisschen zu planen und Gedanken der zukünftigen Backupstrategien zu machen. Zwar spielt Time Machine nur das erste Backup voll auf Time Capsule zurück und danach nur noch die geänderten Dateien.
Um sich Ärger zu ersparen lohnt es sich gewisse Vorbereitungen zu treffen. So darf die Kapazität von Time Capsule nicht kleiner sein als die Summe der zu sichernden Festplatten. (Beispiel: 4 Mac mit je 200 MB Speicherkapazität = 800 GB, Anschaffung einer 1 TB Lösung empfehlenswert/ 1TB = 1000 GB)

Dies ist sicher einer der einfachsten Lösungen und dank des relativ geringen Preises auch erschwinglich. Dennoch werden, je mehr unsere Welt digitalisiert wird, die Probleme einer Datensicherung sicher nicht kleiner.

Du kannst die Speicherkapazität von Time Capsule optimaler nutzen, indem du Time Machine so konfigurierst, nur bestimmte Dateien oder Ordner zu sichern.
Dazu wählst du einfach „Optionen“ im Bereich „Time Machine“ der Systemeinstellungen aus und gibst die Objekte an, die nicht gesichert werden sollen.

Als Beispiel, du kannst deine iTunes Library auf einer separaten Festplatte ablegen um Speicherplatz zu sparen. Oder Beim Filme schneiden darauf zu achten das nicht zu viele angefangene Projekte unnötigen Speicherplatz belegen. Dann müsste man die so gespeicherten Daten auf eine zweite Harddisk wieder speichern, Auch dazu gibt es gute Lösungen. Wichtiger Tipp: Darauf achten das nicht gleiche Inhalte mehrfach an verschiedenen Orten gespeichert sind.

Fazit

Time Capsule ist ein einfach zu bedienendes Backup Medium, dass meine erarbeiteten Daten sicher speichert und im Notfall zur Verfügung stellt. Mit ein bisschen Planung und Disziplin wirst du lange Freude an diesem Produkt haben.

 

Test-Time Capsule
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About the author

Seit bald 30 Jahren mit dem Mac unterwegs und bald 20 Jahre als Fachjournalist tätig. Hobbys sind neben Skifahren und afrikanischem Tanz, Fotografieren (www.die-andere-schweiz.ch) und Computerspiele (www.game-fokus.ch). Musik, Comics, gutes essen, spannende Gespräche mit Menschen. Meistens gehe ich neugierig und offen durch die Welt.
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